2. Oktober 2020 | Corona GK IB Info

Wocheninfo in Corona Zeiten 14
vom 24.9. bis 7.10. 2020

Liebe Leute in unserer Gemeinde und darumherum,
ganz herzliche Grüße aus der Gemeindebrief Redaktion und aus dem Gemeindebüro!
Und wenn was ist bitte gern melden! Gemeindebüro:Tel. 0201 225077
gerald.kunde@feg.de

In eigener Sache:
Mindestens bis zum Jahresende werden wir die Wocheninfo per Mail oder per Post als Alternative zum Gemeindebrief beibehalten. Es hat sich herausgestellt, dass die wichtigsten Informationen gut angekommen sind und so viel Brandeiliges und Neues gibt es momentan nicht. Darum werden wir für die Monate November und Dezember auf einen monatlichen Takt umstellen, also eine Monatsinfo heraus bringen. Danach sehen und entscheiden wir weiter. Rückmeldungen aus dem Raum der Gemeinde sind uns da als Entscheidungshilfe sehr willkommen.
Zwei konkrete Bitten habe ich:

  • Bitte weist mich hin auf Informationen und Themen, die in der Wochen bzw. Monatsinfo erscheinen sollen. Das Schreiben kann ich schon übernehmen.
  • Ich suche Leute, die eineln oder in einer kleinen Gruppe aus ihrer Sicht Anlässe für Dank und Bitten sammeln und aufschreiben und mir für eine Ausgabe zur Verfügung stellen.

Danke! Ilse B.

Geistliches Wort zur Woche
„Alle Sorge werfet auf ihn (Jesus); denn er sorgt für euch.“
1. Petrus 5,7

Eine ältere Dame betritt den Aufzug eines Wolkenkratzers. Sie will hinauf in das oberste Stockwerk. Es ist bereits später Nachmittag und man sieht ihran, dass die Hitze des Tages sie müde gemacht hat. Ihr Schultern sind heruntergezogen von zwei schweren Paketen, die sie in ihren Händen trägt. Die Fahrstuhlführerin, ein freundliches junges Mädchen, wendet sich an die Frau und sagt: „Meine Dame, Sie können Ihre Pakete ruhig abstellen.“ Etwas überrascht, aber dankbar und mit einem sichtbaren Zeichen der Erleichterung stellt sie die Pakete auf den Boden, während der Fahrstuhl nach oben fährt.
Ein schönes Bild, das wie ich finde gut zum Wochenspruch passt, nicht an unseren Lasten und Sorgen festzuhalten, sondern sie loszulassen. Dabei gehören Sorgen zum menschlichen Leben dazu. Das hat mit Liebe und Verantwortung zu tun. Wer eine Familie hat, will, dass es ihr gutgeht . So kümmern sich Eltern um ihre Kinder und die erwachsenen Kinder um ihre alten Eltern. Ein Landwirt ist um seine Tiere besorgt und ein Gärtner um seine Blumen.
Und ist es nicht ganz menschlich, wenn ich mir Sorgen mache um meinen Arbeitsplatz, um die Zuk unft, um die Kollegen? Oder um den Frieden in unserem Land und die Zukunft der Kirche?
Nun kann das Sorgen ein gefährliches Eigenleben entwickeln und mich gefangen nehmen, dass ich an nichts anderes mehr denke. Aus „ich kümmere mich“ wird „ich mache mir Sorgen“. Ich sehe die Katastrophe kommen und habe Angst, die Kontrolle zu verlieren und Schaden zu erleiden. Irgendwann komme ich an den Punkt, dass ich mich frage, wer in meinem Leben den Hut aufhat: mein Sorgen oder mein Vertrauen. Muss ich mir wirklich übmein Sorgen oder mein Vertrauen. Muss ich mir wirklich über tausend Dinge den Kopf zerbrechen er tausend Dinge den Kopf zerbrechen oder vertraue ich mich der Fürsorge Gottes an?oder vertraue ich mich der Fürsorge Gottes an?
Zwei Dinge haben mir weitergeholfen:

  • 1. Ich schaue mir meine Sorgen einmal genauer an. Vielleicht spreche ich mit einem lieben Menschen darüber oder ich schreibe sie auf und frage mich: „Was genau ist es eigentlich, das mir schlaflose Nächte bereitet? Was kann ich konkret tun und wo habe ich meine Grenzen?“
  • 2. Und dann schließe ich die Augen und rufe mir eine Grundentscheidung meines Lebens ins Bewusstsein: ich will Gott die Sorge für mein Leben zutrauen. Er kennt mein ganzes Leben, meine Geschichte, meine Stärken und meine Schwächen. Meine Schuld ist durch Jesus vergeben und er hat mir zugesagt, mich zu tragen, ich darf jeden Tag neu anfangen.

So ein Vertrauen ist für mich die Grundlage für alles Tun und Lassen. Damit gewinne ich Abstand von den Sorgen und tu, was ich tun kann, engagiere mich und setze Grenzen, achte auf meine Gesundheit und suche nach Wegen für ein gutes und sinnvolles Leben.
Um noch einmal mit dem Bild vom Anfang zu sprechen: wie wäre es, dies als Übung zu sehen und sehen und immer wieder neu vertrauensvoll in den Fahrstuhl zu treten, die Pakete abzustellen und sich tragen zu lassen? Vielleicht kann so ein Gebet eine Hilfe sein: Gott, ich vertraue mich dir an und deiner liebevollen Fürsorge an. Du liebst mich und weißt, was mir guttut und was ich brauche. Bei aller Verantwortung für mich und andere bitte ich dich: schenke mir Tatkraft und Gelassenheit und bewahre mich vor unnötiger Sorge. Amen.
Ihr Pastor Gerald Kunde

Wie weit Sorgen mein Leben dominieren, hängt manchmal auch von den Lebensumständen ab. Es gibt Phasen, da machen Krankheit, Alter und Schwierigkeiten in verschiedenen Lebens-bereichen alles schwerer. Da häufen sich die Stolpersteine, und die eigene Kraft wirkt klein. Vielleicht mache ich auch die Erfahrung, dass ich nicht gut loslassen kann. Aber das Angebot, das der Wochenspruch macht, steht auch dann. Das ist gut zu wissen.
Wir grüßen alle herzlich, die grade in Schwierigkeiten stecken.
Herzlich denken wir auch an Margrit K. im Altenheim Gitta und Klaus F. in Dortmund und Ingrid Sch. in Kellinghusen.

Gottesdienste:
Wir freuen uns, Gottesdienst miteinander feiern zu können:
27.9.2020 Predigt: Gerald Kunde Leitung: Christine Hein
Familiengottesdienst Erntedank
4.10.2020 Predigt: Jan Hoekstra Leitung: Waltraud Nitsche

Für diese Gottesdienste ist keine Anmeldung erforderlich. Die Abläufe sind gut eingespielt und der Platz hat immer gereicht. Da wird es auch so störungsfrei klappen.

Nachricht von Simon:
Wie berichtet ist Simon mit seinem Bundesfreiwilligenjahr als Shortie bei der Allianzmission gestartet. Er will in Almeria in Südspanien in der Gemeinde vor Ort mitarbeiten. Leider konnte er nicht wie geplant am 13.9. dorthin ausreisen, da Spanien derzeit mit einer Corona-Reisewarnung belegt ist. Anderen Shorties ging es mit der Ausreise an ihre Einsatzorte genauso.
Diese Gruppe nimmt im Moment in Ewersbach an einer vorbereitenden Schulung teil. Danach wird sie am 25.9. zu einem gemeinsamen Einsatz nach Südtirol fahren. Wohin genau – und welche Arbeit auf sie wartet, wissen wir noch nicht. Dazu hoffentlich später mehr. Wir wünschen gute und interessante Erfahrungen!

Franziska C. hat einen Teil ihrer Abschlussprüfungen absolviert. Weitere Prüfungen stehen noch an. Wir wünschen ihr weiter viel Kraft, gute Nerven und den gewünschten Erfolg!

Umzug
Marita P. verlässt nach vielen Jahren Mülheim und zieht nach Bottrop. Die Handwerker sind mit der Renovierung im Endspurt, die Kisten stehen gepackt, und am 25.9. kommt der Möbelwagen. Wir wünschen, dass alles gut klappt – und danach gutes Einleben und Heimisch-Werden in der neuen Umgebung!

Eine Altenessener Anschrift steht schon seit vielen Jahren in der Gemeindeliste, viele sind dort gewesen.
Und: Seit Kurzem wohnen dort Grit und Frank M. Auch bei ihnen gab und gibt es jede Menge Renovierungs-, Umbau- und Einrichtungsarbeiten. Vieles ist schon gut gelungen, für den Rest viel Erfolg – und gutes Einleben!

Krankenhaus:
Marlies P. bekommt in einer Operation am 28.9. ein künstliches Kniegelenk implantiert. Sie geht dazu nach Duisburg ins Krankenhaus. Damit sie gut wieder auf die Beine kommt, wird sie anschließend in einer 3-wöchigen Reha-Maßnahme in Bad Driburg weiter behandelt. Marlies bittet die Gemeinde ganz herzlich um Fürbitte – besonders für den Tag der OP.

Ebenfalls am 28.9. wird Horst W. auf dem zum zweiten Auge am grauen Star operiert. Die erste Operation ist gut gelungen, die Sehkraft deutlich verbessert. Horst kann nach der OP nach Hause und von dort aus weiter behandelt werden.

Beiden Patienten wünschen wir von Herzen Ruhe und Vertrauen an diesem Tag, gute Operateure und gutes Gelingen der Operation! Danach auch gute und schnelle Genesung.

FeG-Bundestag
Am Samstag 26. September 2020, 10:00 bis 17:00 Uhr findet der jährliche Bundestag unseres Bundes Freier evangelischer Gemeinden statt. Hier versammeln sich die Vertreter aller Bundesgemeinden. Die Gemeinden haben für je angefangene 150 Mitglieder 1 Abgeordneten und 1 Stimme.
Trotz Corona wird es eine Präsenzveranstaltung in der FeG Gießen geben, aber da wegen der Abstandsregel nicht genug Platz für alle ist, können die Vertreter per Live-Schaltung von zuhause aus teilnehmen und abstimmen.
Der Tag beginnt auch diesmal mit einem Wort unseres Präses Ansgar Hörsting. Dann wird es um die Berichte der verschiedenen Gremien und Werken des Bundes gehen, die Aufnahme neuer Gemeinden, die Wahl von Bundessekretären und die Änderung der Verfassung.
Waltraud N. und Gerald K. werden per Live-Schaltung dabei sein. Neben den genannten administrativen Themen nehmen wir so Teil an den Entwicklungen und bringen unsere Verbundenheit miteinander zum Ausdruck.
Wer mehr dazu wissen möchte, kann gerne auf uns zukommen.
Gerald Kunde

Für die persönliche Gebetszeit:

Wir danken in diesen schönen Spätsommer-Tagen für alle Reisemöglichkeiten, für gelungene Urlaube und Auszeiten auch unter Corona-Bedingungen.

Die Ernte auf den Feldern, auf Plantagen im Kleinen und Großen ist in vollem Gang. Wir danken für die Fülle, für alles, was zu unserer Ernährung und zu unserem Genuss wächst. Wir bitten für die Menschen, die daran arbeiten.

Wir wissen auch um die Bereiche auf unserer Erde, in denen Menschen hungern und verhungern. Wir bitten um die Eindämmung von Mangel und Hunger, um eine gerechtere Verteilung der Ressourcen, um Nahrung, Wasser und ein Auskommen für alle.

Wir verfolgen in den Medien, dass nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria Flüchtlinge noch viel dringender eine neue Heimat brauchen. Wir bitten, dass in der EU Politiker im Sinn der Menschenrechte gute Entscheidungen treffen, die das Leiden der Menschen beenden.

Wir bitten für Marlies und Horst, dass die Operationen gut gelingen.
Wir bitten für Simon um gute nächste Schritte – und für Franziska um guten Prüfungserfolg!

Es gibt so vieles mehr zu danken und zu bitten. Und wir danken Gott, dass wir für unseren Dank und für unsere Bitten und Klagen sein offenes Ohr finden.

Bis bald, Gottes Segen für jeden Tag und zwei gute Wochen! I.B.