29. Juli 2020 | Corona GK IB Info

Wocheninfo in Corona Zeiten 10
vom 30.7. bis 12.8. 2020

Liebe Leute in unserer Gemeinde und darumherum,
ganz herzliche Grüße aus der Gemeindebrief-Redaktion und aus dem Gemeindebüro!
Und wenn was ist – bitte gern melden!
Gemeindebüro: Tel. 0201 225077 gerald.kunde@feg.de

Geistliches Wort zur Woche – heute: Manfred C.

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“
Epheser 2,19
In der „Fremde“ zu sein bedeutet, die gewohnte Umgebung zu verlassen, sich umstellen zu müssen und auf andere Menschen zugehen zu müssen. Oft sprechen wir ihre Sprache nicht und sind auf
Helfer und Übersetzer angewiesen. Als „Fremdling“ fühlt man sich oft allein, verlassen, und anders. Vielleicht ist man sogar unerwünscht. „Alle Menschen sind Ausländer, fast überall.“

Gut ist es, wenn wir „Gast“ sein dürfen. Wir werden freundlich empfangen, wir erhalten ein Bett und ein Essen. Man hilft uns, uns in der Fremde zurechtzufinden. Und wenn die Gastfreundschaft besonders intensiv ist, haben wir volle Gemeinschaft mit den Gastgebern.

Als Fremde müssen sich auch die ersten Christen aus Ephesus gefühlt haben. Sie fühlten sich nicht voll anerkannt von den Christen, die aus dem Volk der Juden stammten. Schon gar nicht von den Juden selbst. Die Juden empfanden sich als das auserwählte Volk Gottes. Alle anderen wurden als „Heiden“ bezeichnet.

Für den Schreiber des Briefes an die Epheser bilden die Christen eine Einheit, egal ob „Judenchristen“ oder „Heidenchristen“. Beide sind „erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist“. So sind alle Christen „Volk Gottes“. Sie sind „Mitbürger der Heiligen“. Sie sind „Gottes Hausgenossen“. Das hat Konsequenzen. (Kap 4,1):
„So ermahne ich euch nun, … dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens.“

Der Apostel hat in seinem Brief besonders die Mitglieder der Gemeinde in Ephesus im Blick. Aber auch wir Christen in unserer Zeit, in unserem Land und in unserer Stadt entsprechen dem
Bild von „Gottes Hausgenossen“ und „Mitbürgern der Heiligen“. Durch das „Band des Friedens“ sind wir verbunden innerhalb der Christenheit und der Gemeinde.

Einladung zur Besinnung und Gebet:
Welche Auswirkungen hat dieses „Band des Friedens“ für uns „Mitbürgern der Heiligen“ auf das Leben in unserer Gemeinde? Jedes Mitglied der Gemeinde hat ja
• seine eigene Entwicklung im Glauben,
• seine eigenen Auffassungen und Glaubenserkenntnisse,
• seine eigenen Erfahrungen im Umgang miteinander.
Ist „das Band des Friedens“ so stark, dass wir tolerant (Demut, Sanftmut, Geduld) und in Liebe miteinander umgehen können? Ich wünsche uns das. Gott segne uns dazu!
Euer Manfred C

Ganz herzlich denken wir an dieser Stelle an Menschen, die sich fremd fühlen in ihrer Umgebung. Weil sie einsam sind. Weil sie sich schwer tun, Kontakte zu halten und zu pflegen. Weil die Kraft fehlt. Weil das Alter drückt. …
Andere fühlen sich fremd im eigenen Leben. Da sind Pläne gescheitert und Hoffnungen zerbrochen. …
Ihnen und uns wünschen wir, dass der Gedanke an das gemeinsame Zuhause bei Gott neue Freude und Zuversicht weckt.
Besondere Grüße schicken wir an Margrit K. im Altenheim, an Gitta und Klaus F. in Dortmund und Ingrid Sch. in Kellinghusen. Bleibt behütet!

Gottesdienste:

Wir freuen uns, Gottesdienst miteinander feiern zu können:
2.8.2020 Predigt: Gerald Kunde Leitung: Waltraud Nitsche
9.8.2020 Predigt: Manfred Cron Leitung: Dorothee Kraft
Wer am Gottesdienst teilnehmen möchte, melde sich bitte bei unserem Pastor Gerald Kunde an:
Gemeindebüro: Tel. 0201 225077 / E-Mail: gerald.kunde@feg.de

Vorschau: Sonntag, 23.8.2020 10.30 Uhr
Einführung von Gerald Kunde in sein Amt als Pastor unserer Gemeinde

Schaukasten:
Wir suchen immer noch eine/n oder mehrere kreative Menschen, die unseren Schaukasten an der Klosterstr. für einige Monate gestalten.
Marita P. muss diese Arbeit für eine Zeit unterbrechen, kann aber sicher gute Tipps geben.

Finanzen:
Unser Finanzverwalter Kalle V. teilt mit, dass im Monat Juli die Summe von 773,-€ an Kollekte
eingegangen ist. Danke an alle Spenderinnen und Spender!

Unsere Homepage, YouTube und E-Mails

Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell das, was wir als Gemeinde gedacht, geglaubt und gestaltet haben in Frage gestellt werden kann. Durch die Kontaktbeschränkungen wurde das Gemeindeleben gründlich unterbrochen. Gottesdienste, Hauskreise und Gemeindegruppen konnten nicht durchgeführt werden. Wichtig war es, auch für unsere Gemeinde, dass Formen
gefunden wurden, das gemeinschaftliche Leben aufrecht zu erhalten. Sogenannte „digitale Medien“ halfen und helfen uns dabei. Es ist nicht verwunderlich, dass die Nutzung digitaler Medien in dieser Zeit einen enormen Aufschwung genommen hat. Viele, die bisher eher abwartend die Entwicklung auf diesem Sektor beobachtet hatten, sahen sich nun veranlasst, sehr schnell diese Möglichkeiten zu nutzen. So entstanden „Livestream“-Gottesdienste und Video-Gottesdienste „On Demand“ (wie bei uns). Basis für solche Aktivitäten ist eine gut gestaltete Homepage.

Im Jahr 2004 hatten Elena P. und Andreas D. eine erste Homepage für unsere Gemeinde erstellt. Sie hat uns jahrelang begleitet und hatte auch schon alle Elemente, die auch die heutige Homepage hat. Neben der Beschreibung der Gemeinde und deren Gruppen gab es aktuelle Berichte und man konnte Predigten „Audio“ hören oder als Datei herunterladen und lesen. Nach ca. 10 Jahren erschien unser Internetauftritt etwas „in die Jahre gekommen“. Daher machten sich Marco H. und David E. daran, die Seite auf der Basis eines anderen CMS (Content Management Systems = Software zur Erstellung von Internetseiten) zu modernisieren. 6 Jahre hat uns dieser zweite Internetauftritt begleitet.

Inzwischen ist die Entwicklung bezüglich der Gestaltung solcher Internetauftritte weiter gegangen. Auch wurde in Witten ein „Corporate Design“ (einheitliche Gestaltung) entwickelt, welches möglichst alle Gemeinden des Bundes FeG nutzen sollten. Damit ist ein besserer Wiedererkennungswert zwischen den Gemeinden des Bundes gegeben. Dazu stellte der Bund auch vorgefertigte „Themes“ (vorprogrammierter Gestaltungsrahmen) zur Verfügung. Durch meine Arbeit bei der FeG Auslandshilfe, zu der auch die Gestaltung deren Homepage gehört, bin ich auf diesem Sektor gut eingearbeitet – und so habe ich mich angeboten, auch unsere Homepage neu aufzubauen – wie sich zeigte, gerade rechtzeitig vor dem Übergriff der Pandemie auf Europa und Deutschland.
Alle Gemeindeveranstaltungen konnten plötzlich nicht mehr stattfinden und so gewann unser Internetauftritt an Bedeutung, um Informationen unserer Gemeinde nach innen und außen umfassend, schnell und kostengünstig „an den Mann“ (und auch die Frau) zu bringen. Aufgrund der Neuinstallation liegen zurzeit keine statistischen Zahlen vor. Die werden wir aber in Zukunft haben.

Wie schnell die „digitale Entwicklung“ in unserer Gemeinde voranschritt, zeigte sich durch die Einrichtung eines „Kanals“ bei YouTube. Angeregt durch die Veröffentlichungen des Bundes FeG versuchten auch wir Andachten und Gottesdienste als Video ins Netz zu stellen. Für mich war das Neuland, aber ich habe mich schnell eingearbeitet und habe einen „YouTube-Kanal“ eingerichtet. Die erste Andacht auf der Basis von Taizé-Gesängen wurde auf Anregung von mir durch die Familien C. und H. in Zusammenarbeit mit Gerald Kunde erstellt und ins Netz gestellt. Diese Andacht zur Passionswoche wurde bis heute 133 Mal aufgerufen. Wir wollten zumindest für die Zeit, in der wir nicht zusammenkommen konnten, mit dieser Möglichkeit weiter machen. Der Gottesdienst zu Ostern wurde bis heute 233 Mal angeklickt. Diese Zahl zeigt, dass die Beiträge auch außerhalb unserer Gemeinde Interesse fanden. Anfangs hatten wir noch etwas Probleme mit der Qualität. Aber ich denke, wir haben gelernt. Bis heute hat unser Kanal 1139 Aufrufe erzielt. Wir haben inzwischen 11 Videos eingestellt. In den letzten Wochen sind wir dazu übergegangen, nur noch die Predigten und nicht mehr den kompletten Gottesdienst einzustellen. Die Predigten können über unsere Homepage erreicht werden
• Einmal über die Kachel „USER YOUTUBE KANAL“ auf der Startseite
• Und über die Kachel „PREDIGTEN“ ebenfalls auf der Startseite der Homepage,
wobei man dann auf eine weitere Seite gelangt, die eine Tabelle mit den Predigten diesen Jahres enthält. Dort kann man auch Predigten abrufen, die nicht bei YouTube gespeichert sind.

Nicht zuletzt gehören auch die E-Mails zu den „digitalen Medien“. Ich denke, es hat sich bewährt, auch diese Art der Informationsübermittlung in Corona-Zeiten zu nutzen. Sie ist schnell und aktuell, jedenfalls aktueller, als ein Gemeindebrief es sein kann, der alle zwei Monate aufgelegt wird. Dieser Beitrag zeigt, dass auch Informationen, die über das rein Terminliche und Organisatorische hinaus gehen, dort ihren Platz haben können. Genauso aktuell ist auch die Homepage, auf der auch die Wocheninfos unter der Kachel „GEMEINDELEBEN IN CORONA-ZEITEN“ (bereinigt von persönlichen Informationen) veröffentlicht werden.

Wie wird also unser Gemeindeleben in Zeiten zunehmender Digitalisierung aussehen? Einen ersten Eindruck haben wir dazu in den letzten Wochen gewonnen.

Euer Manfred C.

Am Samstag, den 25. Juli haben wir uns unter Männern zum Grillen getroffen (mit dem nötigen Corona-Abstand – versteht sich!) Ich habe es als eine gesellige und entspannte Zeit erlebt, bei Würstchen, Salat und alkoholfreiem Bier. Die Idee dabei war: einfach mal wieder zusammenkommen, zum Klönschnack und für mich als Neuen, die anderen mal ein wenig kennenzulernen. Das Wetter hat auch mitgespielt. „War echt cool , können wir gerne wiederholen“, habe ich noch im Ohr. Ja, machen wir 🙂 Gerald K.

Für die Gebetszeit:

Der Dank und die Bitten der letzten Wocheninfos sind immer noch aktuell.
Die Medien informieren uns darüber, dass die Corona-Zahlen in einigen Regionen wieder steigen. Das macht Sorge.

Wir bitten darum, dass die Menschen Vernunft bewahren und sich weiter angemessen verhalten.
Wir hören auch weiter von Gewalt und Unterdrückung, von Armut und Not.
Wir sehen zunehmend deutlich, dass die Corona-Pandemie die bestehenden Missstände in unserem Land und weltweit noch verstärkt. Ein Umdenken ist dringend nötig. Dies und vieles mehr kann Gegenstand unserer Fürbitte sein.
Bezogen auf unsere Gemeinde danken wir, dass in unseren Gottesdiensten auch mit den eingeschränkten Möglichkeiten Gottes Wort spricht und Gemeinschaft möglich ist.
Wir bitten weiterhin darum, dass es an dieser Stelle keine Infektionen gibt.
Danke, dass wir die Einführung unseres Pastors Gerald Kunde in sein Amt nun planen können.
Wir bitten um gute Ideen bei der Vorbereitung.
Wir bitten auch, dass Gott die Arbeit unseres neuen Pastors segnet und durch ihn gute Impulse für unsere Gemeinde und darüber hinaus gibt.
Danke, dass sich die Hauskreise wieder treffen können – und dass sich auch der Seniorenkreis Gedanken über einen Wiederanfang machen kann.
Und wir danken Gott, dass wir für alles – für unseren Dank und auch für unsere Bitten und Klagen sein offenes Ohr finden.