16. Dezember 2020 | Corona GK IB Info

Wocheninfo in Corona Zeiten 20
vom 16.12. bis 30.12. 2020

Liebe Leute in unserer Gemeinde und darumherum,  ganz herzliche Grüße aus der Gemeindebrief-Redaktion und aus dem Gemeindebüro! Und immer noch: Wenn was ist – bitte gern melden!  Gerade auch im Lockdown! Gemeindebüro: Tel. 0201 225077 gerald.kunde@feg.de

Geistliches Wort  –  Heute: Pastor Gerald Kunde

Nun ist es soweit: seit Mittwoch, den 16. Dezember, haben wir wieder einen harten Lockdown: viele Geschäfte werden geschlossen und Kontakte beschränkt, von Reisen wird abgeraten. Nur noch das Nötigste geht. Das war absehbar, wenn man die politische Debatte und die Entwicklung der Pandemie in den letzten Wochen verfolgt hat. Offensichtlich ist es notwendig, um der Pandemie Einhalt zu gebieten, uns zu schützen und einen Kollaps der Krankenhäuser zu vermeiden. So etwas hat es in der Geschichte unseres Landes noch nicht gegeben, so etwas haben wir alle noch nicht erlebt! Damit bleiben viele Menschen allein – mehr als sonst. Auch wir! Damit wird auch das Weihnachtsfest anders werden! Wir werden es nicht feiern können, wie wir es uns wünschen. Das ist echt hart! Dafür brauchen wir jetzt eine Extra-Portion Geduld , Kraft und Vertrauen!

In dieser Situation möchte ich uns an ein Adventswort erinnern:

Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein großes Licht;  für alle, die im Land der Finsternis wohnen,  leuchtet ein Licht auf. (Jesaja 9,1 GNB)

Für die Menschen in biblischer Zeit waren Gewalt und Willkür an der Tagesordnung, die Menschen hatten Angst und waren in Sorge um ihr Leben und ihre Zukunft. Das ist bis heute so geblieben, unsere Welt ist nicht heil.

In diese dunkle Zeit hinein ruft der Prophet Jesaja: „Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein großes Licht.“ – Ja, es gibt Hoffnung für euch! Ihr selbst könnt euch zwar nicht helfen und die Dunkelheit um euch vertreiben. Aber Gott kann es! Er wird sein Volk nicht im Stich lassen! Er wird euch ein Licht senden, das Licht des Lebens.

Viele Jahre später, als ein Stern über Bethlehem aufgeht, wird es plötzlich hell bei den Hirten auf dem Feld: „Fürchtet euch nicht! Freut euch, der Retter ist da!“ Hell wird es auch bei den Frauen auf ihrem Weg zum Grab. Das Licht von Ostern dringt zu ihnen durch und sie hören: „Fürchtet euch nicht! Freut euch, Jesus Christus ist auferstanden. Er hat den Tod besiegt!“ Gottes Licht scheint heller als je zuvor!

Dazu ein Gedicht:  Ich bin nicht allein.

Ich lebe. Aber wie? Gefangen in meiner Wohnung, einsam, isoliert und irritiert.
Sind es noch Tage, Wochen, Jahre?

Ich renne, um dem Schmerz zu entfliehen, lenke mich ab, um mir zu entgehen,
pumpe, atme, schaue, doch dieses Gefühl bleibt. Allein zu sein, mit mir.

Es ist dunkel da draußen, es ist dunkel in mir, die Sorgen, die Zweifel,
sie machen mich wirr. Kein Lächeln, keine Nähe. Wie soll das gehen?

Gott. Du sagst, du bist bei mir, bist uns nah, bist da. Aber wo? Wie?
Was hilft mein müdes Gebet, gespickt mit Zweifel und Zagen.

Und trotzdem: Jesus Christus. Du bist Gottes Sohn.
Auch wenn ich dich nicht sehe, du hörst mich. Du siehst mich. Ich bin nicht allein.

(Dieses Gedicht von Pascal Funk und ein Video dazu sind zu finden auf der Homepage unseres
Gemeindebundes:  https://feg.de/nichtallein/  )

Weihnachten findet statt – trotz Pandemie! Auch wenn anders sein wird. Es ist ja der Geburtstag des Gottessohns Jesus, mitten in der Dunkelheit und in der Kälte, und mit ihm kann es hell und warm werden – auch in unseren Herzen! Immanuel – Gott mit uns!

Ich wünsche allen gesegnete und behütete Weihnachten mit der Engelbotschaft der Heiligen Nacht:

„Habt keine Angst! Ich habe eine große Freudenbotschaft für euch und für das ganze Volk.
Heute ist euch der Retter geboren worden, in der Stadt Davids: Christus, der Herr!“ (Luk 2,10-11)

Ihr / Euer Pastor Gerald Kunde

Mit dieser tröstlichen Weihnachtsbotschaft grüßen wir alle herzlich, die in diesen Tagen schwer zu tragen haben – an den durch Corona veränderten Lebensumständen, an persönlichem Leid oder an der Sorge um liebe Menschen. Ein besonderer Gruß gilt in diesen besonderen Tagen auch Margrit K., Ingrid
Sch. und Gitta und Klaus F.
In den kommenden beiden Wochen hat – laut Geburtstagsliste – niemand von uns Geburtstag.

Gottesdienste im Lockdown:

Seit heute befinden wir uns wieder in einem harten Lockdown.
Nach sorgfältigem Abwägen aller Für und Wider hat die Gemeindeleitung beschlossen, ab sofort keine Gottesdienste im Gemeindehaus zu feiern, so lange er dauert. Das trifft uns hart!
Keine Christvesper … keine Silvesterandacht … In diesem Fall geht die Gesundheit vor!
Wir entwickeln gemeinsam andere Möglichkeiten, das Ereignis von Weihnachten zu bedenken und zu feiern. Es ist an uns allen, einander Mut zu machen in dieser schwierigen Zeit – und unsere Gemeinschaft zu pflegen und zu stärken.
Konkretes dazu folgt in einer Weihnachtsausgabe der Wocheninfo – ausnahmsweise schon am nächsten Mittwoch / Donnerstag.

Weihnachtsfrühstück per ZOOM am 1. Feiertag, 25.12. 10:00 Uhr

Wer am ersten Weihnachtstag allein frühstücken müsste und lieber gute Gesellschaft hätte, kann sich von Nicole und Gerald Kunde einladen lassen. Das geht so:
Man meldet sich bei Gerald Kunde an und bekommt per e-Mail einen Link zugeschickt. Über diesen Link kann man sich per Computer / Smartphone oder Tablet in eine ZOOM-Konferenz einwählen. So können alle Beteiligten einander sehen und hören. Jede/r bereitet sein Frühstück vor, alle können sich beim Frühstücken per ZOOM austauschen und gemütlich plaudern. Das Frühstück schließt mit einem kleinen Impuls des Pastors und Gebet. Es können maximal 10 Personen teilnehmen.

Mutmach-Karten für Passanten:

Seit ein paar Tagen hängt an der Fassade unseres Gemeindehauses eine Wäscheleine. Daran sind schöne Karten mit ermutigenden Gedanken geklammert – einfach zum Aussuchen und Mitnehmen für alle, die dort vorbeigehen. In diesen sorgenvollen Zeiten einen kleinen Lichtblick verschenken – das können wir auch unter Corona-Bedingungen tun. Und wir können mit einem Gebet oder einem Segen diese Karten auf ihrem Weg zu einem Menschen begleiten.

Adventsbasar am 29.11.2020:

Der Erlös beträgt 450€. Er wird gespendet an die Auslandshilfe der FeG. Danke an alle Mit-Macher!

Advent im Schuhkarton

Die Adventszeit im Kindergottesdienst war bisher immer etwas ganz Besonderes. Wir haben oft ein Krippenspiel oder ein Lied eingeübt, was wir dann am 4. Advent im Gottesdienst vorgeführt haben. Dann hatten wir im Kindergottesdienstraum noch unsere eigene Weihnachtsfeier mit Spielen, Singen, gemütlich Plätzchen essen und einer kleinen Bescherung. In diesem Jahr sieht es nun etwas anders aus. Angelehnt an die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die viele von euch sicherlich kennen, haben wir (das sind Andrea d.W., Anja C. und Martina H.) uns für unsere Kinder vom Kindergottesdienst eine Überraschung überlegt: „Advent im Schuhkarton“.
Und das geht so: Jede Familie bekommt für jedes Adventswochenende einen solchen Karton nach Hause geliefert und kann dann, wann immer es passt, bei Kerzenschein gemeinsam ein Adventslied singen, eine Geschichte lesen, und etwas naschen. Bastelsachen sind auch in dem Karton, und so kann passend zur Geschichte noch gebastelt werden. Wer mag, kann dann die Bastelergebnisse in unserer
Kindergottesdienst-WhatsApp-Gruppe allen anderen schicken. Es ist total schön zu sehen, wie kreativ die Kinder sind!
Am letzten Freitag haben wir uns dann alle in der Gemeinde getroffen und etwas für die Christvesper vorbereitet. Was das war, verraten wir aber noch nicht. Nur so viel: Wir haben uns familienweise getrennt getroffen – jede Familie hatte einen extra Termin. Auf das Ergebnis könnt ihr euch schon freuen.
Für den 4. Advent haben wir eine Weihnachtsfeier über ZOOM geplant und sind schon sehr gespannt darauf. Martina H.

Infos aus Almeria, Spanien von Simon H.:

Zapillo heißt der Stadtteil in Almeria, wo die Gemeinde ist und wo eine Missionarsfamilie und wir Freiwilligen unsere Wohnungen haben. Hier wohnen unter anderem auch viele arme Familien, Spanier
und Einwanderer, Prostituierte und Drogenabhängige und ihre Kinder.
Eine befreundete koreanische Gemeinde aus Kanada hat unserer Gemeinde hier in Almeria eine großzügige Spende gemacht, um diesen Kindern Weihnachtsgeschenke zu kaufen. So werden wir zusammen mit unseren Jugendlichen noch vor Weihnachten mit den Familien Kontakt aufnehmen, damit sie ihre Kinder für ein Geschenk anmelden. Am 5. Januar, wenn die spanischen Kinder normalerweise einen Dreikönigsumzug haben – der dieses Jahr aber ausfällt – können die Kinder ihre Geschenke abholen. Bitte betet mit dafür, dass wir viele Familien damit erreichen und auch mit den Eltern ins Gespräch kommen und dauerhafte Kontakte schaffen können.

Für die Gebetszeit

Margret & Manfred C. schreiben:
Wir danken für uns und für die Menschen, die in dieser Phase der Pandemie noch gesund geblieben sind und sich nicht angesteckt haben und bitten für die Menschen, die sich angesteckt haben, dass sie die Krankheit überwinden können.
Wir danken dafür, dass Christine H., Dirk W. und Familie W. die Krankheit überstanden haben und bitten darum, dass sie auch mit den Nachwirkungen gut fertig werden.
Wir bitten für Kerstin H und Elli G, die sich angesteckt haben, dass auch sie ohne große Krankheitssymptome und Nebenwirkungen wieder gesund werden.
Wir bitten für Elli G, die vor dem Umzug ins Altersheim steht, dass ihr die Veränderung ihrer Lebenssituation gut gelingt.
Wir bitten für die Familie P. nach dem Tod von Elena.
Wir danken dafür, dass nun bald Impfstoffe zur Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung stehen und bitten darum, dass dadurch die Pandemie überwunden werden kann.
Wir danken für die Gottesdienste, die wir trotz Pandemie gemeinsam feiern durften.
Wir danken dafür, dass es uns auch in dieser Pandemie wirtschaftlich relativ gut geht.
Wir bitten für die Menschen, die in Bereichen auf unserer Erde leben, in denen Menschen hungern und verhungern.
Wir bitten um die Eindämmung von Mangel und Hunger, um eine gerechtere Verteilung der Ressourcen, um Nahrung, Wasser, auch der Impfstoffe und ein Auskommen für alle.
Wir bitten weiterhin für die Flüchtlingssituation in der Welt, die in den ungleichen wirtschaftlichen und friedlichen Verhältnissen und in den Ländern dieser Welt begründet liegt.
Wir bitten, dass in der EU Politiker im Sinn der Menschenrechte gute Entscheidungen treffen, die das Leiden der Menschen beenden.
Wir danken, dass wir in einer Region dieser Welt leben, wo noch Frieden herrscht – und bitten darum, dass wir zum „Fest des Friedens“ in den Familien friedliche und besinnliche Weihnachten feiern dürfen.
Wir bitten für alle Gottesdienste, die gefeiert werden – und dass viele Menschen vom Kind in der Krippe hören. Es gibt so vieles mehr zu danken und zu bitten.
Und wir danken Gott, dass wir für unseren Dank und für unsere Bitten und Klagen sein offenes Ohr finden.
Wir loben Gott:

Lobt Gott, ihr Christen alle gleich, in seinem höchsten Thron,
der heut‘ schließt auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn.

Bis bald, Gottes Segen für jeden Tag und zwei gute Wochen! I.B.