3. Dezember 2020 | Corona GK IB Info

Wocheninfo in Corona Zeiten 19
vom 03.12. bis 16.12. 2020

Liebe Leute in unserer Gemeinde und darumherum,  ganz herzliche Grüße aus der Gemeindebrief-Redaktion und aus dem Gemeindebüro!  Und immer noch: Wenn was ist – bitte gern melden!

Gemeindebüro:Tel. 0201 225077 gerald.kunde@feg.de

Geistliches Wort zum Monatsspruch Dezember
Heute: Pastor Gerald Kunde

Brich dem Hungrigen dein Brot,  und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus!  Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn,  und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! (Jesaja 58,7)

Diese Worte des Propheten Jesaja sind ein leidenschaftlicher Aufruf, soziale Unterschiede zu überwinden und Notleidenden zu helfen, und zugleich eine Chance, Gottes Gerechtigkeit aufleuchten zu lassen. Die Worte sind zuerst praktisch und handfest gemeint: Brot miteinander teilen, Menschen aufnehmen und versorgen. Und auch im übertragenden Sinn: Teilen, was wir haben und was unser Herz erfüllt: Unseren Glauben und unsere Zuversicht, Leben in Gemeinschaft, unsere Fähigkeiten.

So ein Verhalten setzt voraus, dass wir bereit sind, Menschen-zugewandt zu leben; dass wir nicht wegsehen, sondern hinsehen; dass wir uns nicht distanzieren („Das ist sein Problem“ oder „Selber schuld“), sondern dass wir uns von der Not berühren lassen. Das können wir nicht immer machen, denn damit würden wir uns überfordern. Als einzelne und als Gemeinde vor Ort haben wir Grenzen. Aber wir können es immer wieder mal tun und so ein wenig mehr ins Gleichgewicht kommen. Es sind ja Menschen wie wir!

Als ich vom zerstörten Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos und von den verhaltenen Reaktionen aus der EU hörte, war ich sehr betroffen – können uns die Menschen egal sein? Um so erleichterter war ich, dass sich einige Länder nach intensiven Gesprächen entschlossen, Flüchtlinge aufzunehmen. „Moria darf sich nicht wiederholen!“, so die Vertreter christlicher Organisationen und Kirchen sowie Politiker in einer gemeinsamen Erklärung, in der sie die Zustände im abgebrannten Flüchtlingslager Moria verurteilen und schnelle Nothilfe fordern.

Wir Menschen sind soziale Wesen. Wir sind miteinander unterwegs und brauchen einander. Keiner von uns ist eine Insel! In gegenseitiger Anteilnahme und Mitgefühl leben wir, was Gott in uns hineingelegt hat. Zu Gottes Ebenbild sind wir geschaffen, und als mitfühlende und hilfsbereite Menschen werden wir Gott ähnlicher, der ja ein mitfühlender und barmherziger Gott ist.

Ich habe einige Jahre psychisch und suchterkrankte Menschen in einem Übergangswohnheim begleitet. In den Gesprächen bin ich vielen Abgründen begegnet, aber auch viel Hoffnungsvollem. Ich habe erlebt, dass krank und gesund nicht immer so weit voneinander entfernt sind und dass wir einander viel zu geben haben. Es war eine Freude, zu sehen, wie Menschen ihren Weg gestärkt weitergehen konnten. Es macht mich dankbar, was ich dabei gelernt habe und dass ich auch als Gebender ein Empfangender sein durfte.

„Selbst in den dunkelsten Ecken dieser Welt kann ein Licht aufscheinen. Wir müssen es nur entzünden.“ Mit diesen Worten beginnt ein Journalist einen Artikel über Flüchtlinge, und die Worte gehen mir nach, wo ich nun diese Andacht für die Adventszeit schreibe, eine festliche Zeit mit vielen Kerzen und Lichtern. Wir feiern die Ankunft von Christus, der als Licht in unsere Welt gekommen ist. Von seinem Licht können wir nehmen und es weiterreichen, damit viele Lichter an vielen dunklen Ecken die Welt etwas heller machen.

„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun,  können das Gesicht der Welt verändern.“ (Stefan Zweig)

Ich wünsche allen eine lichtvolle und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

Ihr und Euer Gerald Kunde

In schwierigen Zeiten entsteht in uns möglicherweise das Gefühl, dass wir leer sind und nichts mehr an andere weiter geben können. Dann brauchen wir selbst eine Ermutigung oder ganz praktische Hilfe.

Jesaja weiß, dass es solche Phasen im Leben gibt, und er hat die Hilfsbedürftigen liebevoll im Blick. Darauf weist der oben zitierte Satz hin. Das kann ermutigen, andere um Hilfe zu bitten und sie anzunehmen. Dann ist keiner allein.

Ein ganz herzlicher Gruß gilt an dieser Stelle Margrit K., Ingrid Sch. und Gitta und Klaus F.

Gottesdienste:

 6.12.2020       2. Advent  Predigt: Achim Völkner          Leitung: Christine Hein
                          Achim Völkner ist Mitglied unserer Patengemeinde in Monheim.  

13.12.2020       3. Advent Predigt: Sven Dreger              Leitung: Gerald Kunde
                            Sven Dreger gehörte in den 80-er Jahren zu unserer Gemeinde. Er ist Pastor im Bund der FeG, steht heute dem christlichen Beratungsnetzwerk Leben: helfen vor und arbeitet als Psychotherapeut und Supervisor (KSA).

Weiterhin werden akustische Aufnahmen von jeder Predigt gemacht und auf CD gebrannt oder bei YouTube zu hören. Die CD kann sofort nach dem Gottesdienst bei der Technik mitgenommen werden.  Bestellungen für das Zuschicken der CD nimmt das Gemeindebüro an.

Vorschau:

­Am 24.12. finden zwei Christvespern nacheinander statt. Beide sollen etwa 45 Minuten dauern.
­Die erste beginnt um 15.30 Uhr, die zweite um 16.45 Uhr.

­Sicherheitshalber wird die Anzahl der Plätze auf je 30 Teilnehmer/innen und etwa 15 Mitwirkende beschränkt.
­Eine frühzeitige Anmeldung bei unserem Pastor Gerald Kunde ist dringend erforderlich – am besten gleich jetzt! Wenn die erste Christvesper voll ist, nehmen wir alle weiteren Anmeldungen für die zweite Christvesper auf. Anschließend benachrichtigen wir Sie und Euch.

­Die Beiträge der Christvesper werden vorher aufgezeichnet. So kann jede/r am Heiligabend die Christvesper am Computer über Youtube verfolgen.

­Am 1. Weihnachtstag findet in diesem Jahr – wegen des erhöhten Aufwandes am Heiligabend – kein Gottesdienst statt.

Ein tolles Hilfsangebot:  Fahrdienste verschiedener Art!

Eine Fahrt zum Arzt … ein größerer Einkauf … etwas Schweres transportieren … Das ist manchmal schwierig und  mit Hilfe besser zu lösen.
Dazu schreibt Miriam L., die mit ihrem Partner Marius K. schon längere Zeit in die Gemeinde kommt:

Seit fast 2 Wochen haben wir nun endlich ein Auto! Und im Moment relativ viel freie Zeit. Diese beiden Geschenke möchten wir – ähnlich wie Edem – ebenfalls den Menschen in der Gemeinde anbieten. Gerne helfen wir bei Einkäufen oder ähnlichem, gerne auch unter der Woche. Wer Hilfe braucht, kann uns gern anrufen. Erreichbar sind wir telefonisch: (Telefonnummern beim Pastor)

Wir freuen uns über jeden Anruf! Herzliche Grüße von Miriam und Marius  Danke für Euer großartiges Angebot!

Adventsbasar am 29.11.2020

für die Auslandshilfe der FeG –
auch in etwas anderen Zeiten mit viel Liebe und Kreativität gestaltet. Erstmals im Angebot:
Selbstgenähte Gesichts-Masken! Und immer wieder gern: Karten, selbstgekochte Marmelade, Töpferwaren, Körnerkissen und andere schöne Dinge, die man anderen und auch sich selbst gern schenkt.

Erlös bisher: 330,-€ 

Der Verkauf geht weiter!
Danke an alle Mit-Macher!

Erkrankungen:

  • Alle an Covid-19 Erkrankten sind inzwischen auf dem Weg der Besserung und aus der Quarantäne entlassen. Christine H., Familie W. und Kerstin H. bedanken sich für alle Unterstützung. Georg B. wurde negativ getestet. Auch Dirk W. geht es gut. Das ist insgesamt Grund zum Danken.
  • Verena W. schreibt für ihre Familie:
    Hallo ihr Lieben, wir blicken auf die letzten 4 Wochen zurück und sagen dankbar:„Herr, von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir!“Ja, wir waren als ganze Familie an Corona erkrankt; der Herr hat dies zugelassen, aber er hat uns geholfen zu tragen. Bis auf leichte Symptome sind wir wieder alle geheilt und möchten uns auf diesem Weg bei der Gemeinde und allen, die an uns gedacht haben, uns im Gebet begleitet haben, die uns mit Post und Päckchen überrascht haben und uns mit Essen, Trinken und Einkäufen bestens versorgt haben, von Herzen bedanken! Wir durften dadurch erleben, wie Gott uns durch diese schwere und anstrengende Zeit nicht allein gelassen hat und für uns gesorgt hat! Bei allem, was wir in dieser Zeit erfahren haben, habe ich, Verena, besonders gespürt, dass Jesus IMMER an meiner Seite ist!
    Herzlich liebe Grüße an euch alle, von Arne, Noah, Marie-Cécile und Verena
  • Margrit K. hat ihre gesundheitlichen Probleme  für’s Erste gut überstanden. Sie schickt aus dem Altenheim den Menschen in der Gemeinde ganz herzliche Grüße.
  • Elena P. schon ungefähr fünf Jahre mit einer schweren Erkrankung. Inzwischen geht ihr deutlich schlechter, und eine weitere Therapie ist nicht vorgesehen. Elena freut sich über alle Gebete und guten Wünsche und Gedanken, die sie und ihre Familie in dieser Zeit begleiten. Ihre Schwäche lässt Telefongespräche nicht zu. Aber unsere schriftlichen Grüße erreichen sie als Zeichen der Verbundenheit und tun gut auf dieser Wegstrecke ihres Lebens. Liebe Elena, lieber Valentyn, liebe Helena, wir sind in Gedanken und Gebeten bei Euch. Möge Gott Euch liebevoll in seinen Händen halten!

Afrikanische Gemeinde:

Seit über einem Jahr nutzt eine kleine afrikanische Gemeinde sonntags in der Mittagszeit unsere Räume für ihren Gottesdienst. Am ersten Advent haben sie sich bei uns vorgestellt:Pastor Mengot Sammy und seine Frau Maureen stammen aus Kamerun. Sie haben zwei Kinder. Bereits sein Vater war Prediger und Lehrer in einer Baptisten-Schule, und Mengot Sammy ist diesem Weg gefolgt.

Seit 2013 leben sie in Essen und sind darüber sehr glücklich. Sie erleben die Menschen in Deutschland als sehr freundlich. Die afrikanischen Christen können hier in aller Freiheit und ohne Angst ihren Glauben leben. Das ist ihnen sehr wichtig, denn in Afrika ist es oft anders.

Sie treffen sich als afrikanische Gemeinde „Hosianna Ministries International“. Der Name mit dem „Hosianna“ bezieht sich auf den Einzug Jesu in Jerusalem. Ihre Absicht ist, das Wort Gottes bekannt zu machen. Sie wollen dazu beitragen, dass Menschen Gott kennen lernen. „Wir sind sehr dankbar, dass wir in Ihren Räumen in der FeG Essen-Mitte unsere Gottesdienste feiern dürfen“, sagte Pastor Mengot Sammy.

Für die Gebetszeit

  • Familie C. schreibt:
    Unser Gebet für die nächsten zwei  Wochen ist ein Gebet für den Frieden. Es ist das Gebet Franz von Assisis, das wir auch immer bei unserem 1/4 jährlichen ökumenischen Friedensgebet in der Essener Innenstadt gemeinsam beten. Am 12.12. um 12.30 Uhr ist auch wieder ein Friedensgebet geplant. Jede/r kann gerne um diese Uhrzeit , oder auch wann anders, dieses Gebet für den Frieden beten.

„Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,  dass ich liebe, wo man hasst; dass ich verzeihe, wo man beleidigt;  dass ich verbinde, wo Streit ist; dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;  dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht; dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert; dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt. Herr, lass mich trachten, nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer sich hingibt, der empfängt; wer sich selbst vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen; und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.“
So können wir uns selbst und andere in der Adventszeit beschenken!

Es gibt so vieles mehr zu danken und zu bitten. Und wir danken Gott, dass wir für unseren Dank und für unsere Bitten und Klagen sein offenes Ohr finden.

Bis bald, Gottes Segen für jeden Tag und zwei gute Wochen! I.B.