19. November 2020 | Corona GK IB Info

Wocheninfo in Corona Zeiten 18
vom 19.11. bis 02.12. 2020

Liebe Leute in unserer Gemeinde und darumherum,  ganz herzliche Grüße aus der Gemeindebrief-Redaktion und aus dem Gemeindebüro!  Und immer noch: Wenn was ist – bitte gern melden! Gemeindebüro:Tel. 0201 225077 gerald.kunde@feg.de

Geistliches Wort  –  heute: Jutta Rauen-Voßloh

„Sorgt euch nicht um euer Leben“
empfiehlt Jesus den Menschen in der Bergpredigt. –  Erwartet er da nicht etwas nahezu Unmögliches? Gerade in Zeiten von Covid-19 Infektion und erneutem, wenn auch softem, Lockdown? Gerade jetzt stellen sich Sorgen ja fast zwangsweise ein und können auch nur schwer willentlich ausgeblendet werden.

Außerdem geht es uns ja auch nicht wie den Vögeln des Himmels oder den Blumen auf dem Felde….. Wir tragen Verantwortung – für uns und häufig auch für andere – sei es in der Familie, im Beruf oder auch in der Gemeinde. Und trotzdem, sind nicht viele unserer Sorgen unnötig oder vielleicht sogar schädlich? So wie eine Gewitterwolke am Horizont uns die Freude an der wärmenden Sonne nehmen kann. Ähnlich vertreiben Sorgen das Schöne, das vielleicht gerade jetzt erlebbar wäre.

Solches Sorgen rechnet auch nicht damit, dass sich die Richtung der Wolke ändert und sie vielleicht unbemerkt vorbeizieht. Dieses Sorgen blockiert unser Leben, und hier befreit uns Jesu Aufforderung, denn sie weist noch weiter: Sie weist hin auf die Verlässlichkeit der Güte Gottes.

Er, der sich um die Vögel des Himmels kümmert und die Blumen auf dem Felde so vielfältig und schön gestaltet, er hat für jeden von uns auch die Wege, auf denen wir gehen können. Nicht zu sorgen bedeutet, sich auf diese Wege Gottes einzulassen und ihm zu vertrauen. Und, befreit von der Sorge um uns selbst, werden unsere Hände frei für andere Aufgaben. Wenn ich weiß, dass ein anderer, nämlich Gott, für mich sorgt, kann ich für andere sorgen, die er mir anvertraut hat.

Deshalb – auch in den aktuell besonders schwierigen Zeiten – gilt Jesu Aufforderung: „Sorgt euch nicht um euer Leben“.

In schwierigen Zeiten wünschen wir uns, dass dieser Zuspruch uns tatsächlich im Inneren erreicht und unseren Blick wendet – auf den Gott, der die ganze Schöpfung in der Hand hält und auch seine Menschen niemals allein lässt.

Besonders grüßen wir an dieser Stelle Margrit K., Ingrid Sch. und Gitta und Klaus F. Wir denken auch an alle, die aktuell an Covid-19 leiden.  

Ein tolles Hilfsangebot

Einkaufen – Heben und Tragen – sonstige Unterstützungen … kein Problem für Edem Z. Er bietet an, am Wochenende zu helfen.

Gottesdienste

22.11.2020       Trostgottesdienst            Predigt: Gerald Kunde             Leitung: Waltraud Nitsche  
29.11.2020       1. Advent                            Predigt: Gerald Kunde              Leitung: Harald Trotzki                         

Weiterhin werden akustische Aufnahmen von jeder Predigt gemacht und auf CD gebrannt. Wer noch einmal nachhören möchte – oder im Moment nicht kommen kann und doch auf diese Weise dabei sein will, kann eine Audio-CD bestellen und sich auch zuschicken lassen. Bestellungen nimmt das Gemeindebüro an.

Gemeindejahresversammlung 2020

Am letzten Sonntag kamen die Mitglieder direkt nach dem Gottesdienst zusammen, um einige wichtige Themen zu beraten und zu beschließen. Im Rahmen des Finanzberichtes wurde allen Mitgliedern und Freunden herzlich gedankt, die unsere Gemeinde im vergangenen Jahr durch Beiträge und Spenden unterstützt haben. Kalle V. ermunterte uns noch einmal, private Gelder, die auf irgendwelchen Konten herumliegen, der Gemeinde als Darlehen zur Verfügung zu stellen. Dazugibt er gerne nähere Auskünfte. Ein dickes Dankeschön gab es für unseren Finanzverwalter und für unsere Buchhalterin Claudia B., die jährlich 3500 Posten zu verbuchen hat. Manfred C. informierte sehr anschaulich über die digitalen Möglichkeiten unserer Gemeinde, um miteinander in Kontakt zu kommen. Ein kleiner Arbeitskreis überlegt gerade, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit wir unsere Gottesdienste live übertragen können.

Zum Schluss tauschten wir miteinander Ideen aus, wie wir das Weihnachtsfest (Christvesper) unter Corona-Bedingungen zusammen feiern können.

Waltraud N.

Heiligabend

Der Heiligabend im Corona-Jahr 2020 wird sicherlich anders als gewohnt. Was an Treffen und Begegnungen möglich sein wird – keiner weiß es jetzt. Wenn wir jetzt Pläne für die Christvesper machen, sehen wir diese Ungewissheit. Wir suchen nach Lösungen, die der Situation gerecht werden – und uns allen Weihnachtsfreude bescheren. Dabei müssen wir leider auch Kompromisse eingehen. Auf diesem Hintergrund folgende Informationen:

  • ­Für die Christvesper stehen Plätze für maximal 50 Personen zur Verfügung – einschließlich aller Mitwirkenden.
  • ­Darum bitten wir alle, die dabei sein wollen, sich ab jetzt schnell bei Pastor Gerald Kunde anzumelden. Nur so können wir planen.
  • ­Bei hohen Anmeldezahlen werden wir wahrscheinlich eine zweite Christvesper am Nachmittag anbieten. Die vorgeschlagene Christmette am späten Heiligabend entfällt.
  • Mitglieder und Freunde erhalten umständehalber den Vorrang bei der Vergabe der Plätze. Für externe Gäste führen wir eine Warteliste – und hoffen, dass auch sie dabei sein können.
  • Die Elemente der Christvesper werden vorher aufgezeichnet. So kann jede/r am Heiligabend die Christvesper am Computer über Youtube verfolgen.

Covid-19-Erkrankungen

  • Christine H. hat ihre Quarantäne hinter sich und befindet sich deutlich auf dem Weg der Besserung. Sie dankt für alle Fürbitte und alle Zeichen der Verbundenheit.
  • Familie W. ist in Quarantäne. Verena, Arne und Marie-Cécile sind positiv getestet. Noahs Test war negativ. Für zwei ziemlich kranke Eltern und zwei lebhafte Kinder ist es sicher schwer, so lange miteinander im Haus „eingesperrt“ zu sein und die verschiedenen Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Wir denken herzlich an sie und wünschen, dass sie Tag für Tag einen kleinen Fortschritt sehen können. Bleibt in Gottes guter Hand bewahrt!
  • Kerstin H. ist auch positiv getestet. Sie ist zu Haus in Quarantäne und sagt, die Symptome seien erträglich. Sie bittet die Menschen in der Gemeinde, in ihren Gebeten an sie zu denken. Liebe Kerstin, Du bist in dieser schwierigen Situation ganz sicher nicht allein! Bleib Du auch behütet!
  • Georg B. wird heute getestet. Georg und ich wären mehr als erleichtert über ein negatives Ergebnis. Wenn nicht – dann denkt doch bitte auch an ihn und uns! Ilse B.

Haus und Hof

Unser Gemeindehaus auf dem Hofterberg – ein vertrauter und liebgewordener Anblick, wenn wir zum Gottesdienst kommen. Offen und einladend. Man kann sich wohlfühlen. Ein großer Wert auch – das stattliche Haus in allerbester Innenstadt-Lage. Wer sich selbst um eine Wohnung oder ein Haus kümmert, der weiß: Es steckt viel Arbeit dahinter, alles so in Schuss zu halten, dass man gern dort ist und sich wohlfühlt.  Diese Arbeit sieht man selten – eigentlich am ehesten, wenn sie nicht gemacht wird.

Unser Mann für Haus und Hof ist Dirk W. – seit vielen Jahren. Zuerst hat er mitgemacht, mit angepackt und seinen Vorgängern Gottfried H, Heinz C. und Werner Sch. auf die Finger geschaut. Auch seine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker und eine lange handwerkliche Berufserfahrung brachten wichtiges Know-how für diese besondere Aufgabe. Heute steht er in der Verantwortung und sucht auch schon wieder einen „Lehrling“.

Wenn Dirk das Gemeindehaus betritt, sieht er, was reparatur- und wartungsbedürftig ist:  Tropfende Wasserhähne, ausgebrannte Glühbirnen, abblätternde Farbe, Herbstlaub in der Dachrinne  … die Liste ist schon mal lang. Manches davon fällt uns auch ins Auge. Und wir können fast immer sicher sein, dass Dirk es schon auf dem Plan hat. Vieles repariert und richtet er selbst. In anderen Fällen beauftragt er Handwerker mit Reparaturen, Modernisierungs-  und Instandhaltungsaufgaben– vom Installateur bis zum Kammerjäger. Er koordiniert Termine, überwacht die Arbeiten, hakt nach, wenn etwas nicht zufriedenstellend läuft. Für diese Kontakte braucht er oft Geduld, Beharrlichkeit und starke Nerven.

Nur die Abrechnung der Kosten liegt in der Hand unseres Finanzverwalters, mit dem er sich abstimmt. Das Verwalten der Schlüssel … Kontakte und Absprachen mit der Putzfirma … Herausfinden, wo und warum das Dach undicht ist … Vermietungen von Räumen regeln …  Acht bis zehn Stunden Arbeit sind es meist im Monat.  Manchmal sicher auch mehr. Wenn etwas nötig ist, schaut man nicht auf die Uhr.

Konkret zu sehen ist im Moment: Die Hofmauer an der Hofterbergstr. sieht von außen wieder intakt und sauber aus. Die nächste große Aufgabe ist das Streichen der Fensterrahmen im Gemeindesaal.

Und alle Jahre wieder hängt Dirk den Adventsstern im Gemeindesaal auf.
Und als Krönung stellt er (mit Team) den Weihnachtsbaum auf und schmückt ihn.

Danke!

Für die Gebetszeit

Du schenkst uns Worte, Gott, auch in Zeiten, in denen sich alles um Corona dreht. Erinnere uns daran!

  • Wir können ausdrücken, was uns beunruhigt, wir können teilen, was uns ängstigt.
  • Wir können weitergeben, was uns Mut macht.
  • Wir können sprechen, Gott, mit Menschen unseres Vertrauens und mit dir.
  • Gib uns Worte, die uns und andere trösten!
  • Du hast uns Verstand gegeben, Gott, auch für Zeiten, in denen die Angst groß wird.Erinnere uns daran!
  • Wir können unterscheiden: Wo ist Vorsicht berechtigt? Was macht uns nur nervös und panisch?Welchen Informationen können wir trauen? Wann ist es besser, einfach wegzuhören? Kläre unsere Gedanken!
  • Du hast uns Augen und Ohren gegeben, Gott, auch wenn wir unruhig mit uns selbst beschäftigt sind. Erinnere uns daran!
  • Lass uns sehen und hören, was andere brauchen. Führe uns über unsere Sorgen hinaus ins Weite.
  • Lass uns die Menschen im Sinn behalten, deren Leben ganz unmittelbar bedrängt und bedroht ist. Stärke unsere Liebe!
  • Wir danken dir, Gott, dass wir leben. Das ist nicht selbstverständlich, obwohl es uns oft so scheint.
  • Lass uns den neuen Tag mit Freude begrüßen.
  • Lass uns spüren, dass es gut und wichtig ist, auf der Welt zu sein.

Amen.
(Ulrike Wagner-Rau)

Es gibt so vieles mehr zu danken und zu bitten. Und wir danken Gott, dass wir für unseren Dank

und für unsere Bitten und Klagen sein offenes Ohr finden.    

Bis bald, Gottes Segen für jeden Tag und zwei gute Wochen! I.B.