Gedanken zu Advent

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. (Sacharja 9,9)

 

Adventslichter

In dieser Woche findet Chanukka statt – eines der wichtigsten Feste des jüdischen Glaubens, auch Lichterfest genannt. Das Fest dauert acht Tage und wird jedes Jahr in der Adventszeit gefeiert.

Das Fest hat geschichtliche Ursprünge. Es erinnert daran, dass das jüdische Volk im 4. Jahrhundert v.Chr. unter griechischer Besatzung und ihr heiliger Tempel entweiht waren. Als sie sich schließlich nach 160 Jahren der Fremdherrschaft und Demütigung die Freiheit erkämpften, weihten sie auch ihren Tempel wieder ein. Das hebräische Wort Chanukka heißt Einweihung.

Um das Fest zu feiern, treffen sich Familie und Freunde nach Einbruch der Dunkelheit. Jeder und jede der Teilnehmenden bringt einen Leuchter mit neun Armen mit – Chanukkia genannt. Sie erinnert an die Legende vom Lichtwunder, nach der die Lichter des Tempelleuchters damals mit einer kleinen Menge Öl wie durch ein Wunder acht Tage lang brannten. Acht Kerzen der Chanukkia beziehen sich auf das achttägige Lichtwunder, die neunte Kerze ist die Dienerkerze. An ihrer Flamme werden die anderen Kerzen angezündet, an jedem Abend eine Kerze mehr, bis am  Ende des Festes alle Lichter leuchten.

Um ihr Vertrauen in Gott und seine Hilfe zu bezeugen und auch andere Menschen an das Lichtwunder zu erinnern, stellen manche Juden ihre Chanukkia in ihre Fensterbänke und Hauseingänge. Zum Essen gibt es in Öl gebratene oder frittierte Speisen wie Kartoffelpuffer oder Pfannkuchen. Auch das Öl soll an das Lichtwunder im Tempel erinnern.

Dass das jüdische Lichterfest gerade im Advent stattfindet, ist bemerkenswert, weil das Symbol des Lichts auch für unser christliches Fest Advent so wichtig ist. Die Tage werden dunkler und kälter und in unseren Straßen und Häusern leuchten uns warme Lichter entgegen. Sie lassen uns an den Propheten Jesaja denken:

Das Volk, das in der Finsternis lebt, hat ein großes Licht gesehen.
Es scheint hell über denen, die im düsteren Land wohnen. (Jesaja 9,1 BB)

Diese Worte haben sich mit der Geburt Jesu erfüllt und wollen uns zuversichtlich stimmen. Denn Jesus Christus hat sich auf den Weg zu uns gemacht. Er kommt wie ein helles Licht mitten in unsere Dunkelheiten und sagt von sich selbst:

Ich bin als Licht in die Welt gekommen,
auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. (Johannes 8,46)

Ein Gebet:

Jesus Christus, du bist das Licht der Welt.
Dein Licht schenkt der Welt Wärme und Geborgenheit, Nähe und Liebe.

Wir danken dir, dass dieses Licht hinein leuchtet
in unsere Gruppen, in unsere Familien und unsere Gemeinde.

Es zeigt uns den Weg zu einem Leben in Freiheit,
Hoffnung, Wahrheit und tätiger Solidarität.

Wir bitten dich, lass dieses Licht nicht ausgehen.
Lass uns so viel von diesem Licht in uns tragen,
dass auch wir zum Licht der Welt werden können,
dass auch wir Wärme Geborgenheit, Nähe und Liebe schenken können
und unsere kleine Welt ein wenig heller machen. Amen.

(Aus der Arbeitshilfe der DPSG Würzburg)

Auch wenn uns Christen das Chanukka-Fest fremd ist, werden uns vielleicht unsere Wurzeln und die gemeinsame Hoffnung auf das Kommen des Messias am Ende der Tage neu bewusst. Daran erinnern uns die Lichter von Advent.

Lichtvolle und stimmungsvolle Tage wünscht Ihnen und euch
Pastor Gerald Kunde

 

Rückblick

Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte, und sah: Es war alles sehr gut.
Es wurde Abend und wieder Morgen: der sechste Tag. (1.Mo 31, 31 GNB)
Herr, was für Wunder hast du vollbracht!
Alles hast du weise geordnet;
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen. (Ps 104, 24 GNB)

 

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ So sagt der Volksmund.

Bilder vermitteln Stimmungen und Gefühle. Bilder nehmen uns mit in eine andere Welt. Bilder wecken eine Sehnsucht in uns. Bilder können uns auch schockieren und aufrütteln. Mit ihren Farben und Formen lassen Bilder uns nicht unberührt.

Auch andere kreative Werke haben ihre Wirkung auf uns – ob ein Blumenstrauß oder ein Wandschmuck, ob eine Skulptur oder Musik. Wie schön, dass es kreative Menschen gibt, die unsere Welt mit dem, was sie schaffen, bereichern, inspirieren und verschönern!

„Der Künstler ist ein schöpferischer Mensch. Wo ein anderer nur einen armen Alltag sieht, da schafft der Künstler, und siehe, der Alltag ist nicht mehr arm.“ (Rainer Maria Rilke) Gott, der Schöpfer, würdigt uns Menschen, schöpferisch tätig zu gestalten und legt damit etwas von sich selbst in uns hinein.

Im Oktober und November 2021 hatten wir in unseren Gemeinderäumen eine Bilderausstellung mit den Werken der Malerin Simone Ramshorn aus Velbert. Ihr Stil ist „abstrakte freie Malerei“, also keine keine konkrete Darstellung.

Entstanden sind die Bilder 2017 bis 2020 nach achtsamen Spaziergängen in der Natur, die sie inspiriert haben. Sich in der Natur aufzuhalten und Formen, Farben und Strukturen wahrzunehmen, erlebt die Künstlerin, als würde sie „dem Schöpfer über die Schulter schauen“ und als habe sie dann „ein kleines Stück vom Garten Eden gesehen, vielleicht war`s an einem Samstag.“ So ist die Bilderserie „Samstags in Eden“ entstanden.

Die Bilderserie ist eine Einladung, still zu werden und in sich hineinzuhorchen, über das Wunder der Schöpfung zu staunen und IHN, den Schöpfer anzubeten. Damit wird Kunst durchlässig für Spiritualität und gewinnt einen liturgischen Charakter, weil sie uns in die Gegenwart Gottes führt.

Sonne, Mond und Sterne, Wellen, Meer und Sand
sind Zeugen seiner Herrlichkeit, seiner Schöpferhand.
Jeder kleine Kieselstein, jeder Tropfen Tau
preist Gottes Größe und Macht!

Lasst uns loben unsern Gott und Vater!
Lasst und preisen und anbeten den Herrn!
Seine Liebe endet nie, jetzt und ewig währet sie.
Lasst uns preisen und lobsingen dem Herrn!

Das ist nicht nur für gläubige Menschen interessant; gerade in der aktuellen Debatte über Klimawandel, Umweltschutz und nachhaltige Energiegewinnung ist die Ausstellung eine Einladung an unsere Zeitgenossen und Zeitgenossinnen, sich dem Geheimnis der Schöpfung und ihres Schöpfers zu öffnen und darüber ins Gespräch zu kommen, welchen Beitrag wir als Kirche geben können.

Wir bedanken uns für alle Besuche, Gespräche und Anregungen !

 

Malerei im Dialog mit der Schöpfung

Gebürtig in Velbert malt die Künstlerin schon seit vielen Jahren ausdrucksstarke Bilder in kleinen und großen Formaten und benutzt dafür eine Mischtechnik auf Leinwand.

Sie ist Mitbegründerin des Kunstvereins K.ECK, Velbert; Mitglied in European Artists e.V., Velbert; Das RAD e.V.,  München, GEDOK Wuppertal. Sie hat viel Projektarbeit in Kindergärten und Schulen gemacht, Unterricht gegeben und in unzähligen Einzel- und Gruppenausstellungen ihre Bilder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

 

 

 

 

Draußen sein, um Farben, Formen und Strukturen in der Natur wahrzunehmen.
Mal genau hinschauen und hunderte von Farbtönen sehen: Grün, Moosgrün, Hellgrün, noch helleres Grün – Vielfalt erleben. Manchmal bin ich mittendrin in einer Wiese, mit ihren filigranen Formen, die nur ein zarter Hauch zu sein scheinen. Ich habe dann ein kleines Stück vom Garten Eden gesehen, vielleicht war`s an einem Samstag.

 

Entstanden ist die Bilderserie „Samstags in Eden“.

 

Mein Name ist Simone Ramshorn und ich bin leidenschaftliche Malerin.
Ich habe schon als Kind gemalt und gemalt und gemalt und gemalt – immer zu – bis meine Mama mich nach draußen schickte. Dort habe ich weiter mit Kreiden den Bürgersteig bemalt…

„Kind, lern was anständiges!“, sagten meine Eltern später – Ok, hab ich. Aber dann, …kam sie wieder, die Leidenschaft …zu malen und wurde zu meinem Beruf.

Zur Zeit arbeite ich jeden Tag im Atelier mit meinen Farben und Leinwänden und meiner Leidenschaft. Probiere, verwerfe und starte wieder. Ich schaffe Originale, wie es keine zweiten gibt. Alle meine gemalten Bilder sind Unikate und so soll es auch bleiben. Sie alle suchen den einen für sie bestimmen Menschen, der Freude daran haben wird ein individuelles Einzelstück zu besitzen.

Wer mehr wissen möchte:
www.kunst-sucht-liebhaber.de
www.atelier.ramshorn.de

Gottesdienste

Wie gewohnt feiern wir vor Ort gemeinsam Gottesdienst, sonntags um 10:00 UhrEs gelten die 3G-Regel (Geimpft-genesen-getestet) und AHA-Regeln (Maske, Hände desinfizieren, Abstand). Tests mit Nachweis sind max. 24.Std. gültig (kein Selbsttest). Vorherige Anmeldung im Gemeindebüro bei Pastor Gerald Kunde ist nicht nötig.

Auf unserem YouTube-Kanal finden sie weiterhin unsere Gottesdienste als Videos.

Gottes Segen und bleiben Sie behütet !

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Ausgabe 45 / 02.12. bis 15.12. 2021

FLUTKATASTROPHE

Auch Gemeinden aus dem Bund FeG hat es getroffen

Bund FeG ist Vollmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)

„Es ist ein historisches Ereignis, dass der Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) nach sieben Jahrzehnten Vollmitglied wird“, so Radu Constantin Miron, ACK-Vorsitzende und griechisch-orthodoxer Erzpriester. Am 24. März 2021 wurde der Bund FeG nach 72 Jahren Gaststatus offiziell als Vollmitglied in die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) aufgenommen.

Zum Beitrag ACK

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