Geistlicher Impuls:
„Fahren auf Sicht“

Damit Schiffe sicher durch Untiefen oder dichten Nebel kommen, benutzen sie ein Echolot oder einen Radar. Beides sehr hilfreiche Instrumente zur Navigation! Aber was können die Seeleute tun, wenn die Technik versagt?

Früher sind die Seeleute dann bei langsamer Fahrt „auf Sicht“ gefahren und haben sich langsam durch den Nebel getastet. Wenn sie in Küstennähe waren, haben sie zusätzlich ein Seil mit einem Bleigewicht ins Wasser gehalten, um die Wassertiefe zu ermitteln und nicht auf eine Untiefe aufzulaufen.

In Pandemiezeiten ist das Leben so ein „Fahren auf Sicht“ geworden. Wir können nicht langfristig planen und beherzt vorwärts leben. Wir müssen abwarten, wie sich die Pandemie und die Maßnahmen entwickeln, und das Leben immer wieder neu daran anpassen. Das erfordert viel Achtsamkeit und Geduld!

Gott berief Abram mit den Worten: „Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein … in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“ (1.Mose 12,1-3)

Abram wusste nicht, wohin die Reise gehen sollte, vertraute aber Gott und seiner Verheißung und machte sich auf den Weg – „Fahren auf Sicht“. Achtsam, mutig und vertrauensvoll tat er einen Schritt nach dem anderen.

Unsere Hoffnung heute ist, dass es Leben nach Corona gibt. Manche sagen, es würde anders sein wie vorher, und was sie damit meinen, sagen sie nicht. Aber wie auch immer es sein wird: ich vertraue darauf, dass das Leben weitergeht: unser Zusammenleben als Gesellschaft, unser Glaube und unser Leben mit Gott und als Kirche.

Wie Abram können wir achtsam, mutig und vertrauensvoll einen Schritt nach dem anderen zu tun und dabei erleben, dass Maßnahmen und Impfungen eine Wirkung zeigen und wir irgendwann ans Ziel kommen. Was mich dazu ermutigt ist die Verheißung Gottes – er will segnen und uns ans Ziel bringen. Er hat sein Volk schon durch andere Krisen hindurch begleitet und er wird es auch jetzt tun.

Es war vorauszusehen, dass die Regierung die Maßnahmen bis Ende Januar verlängern und verschärfen würde. Für uns als Gemeindeleitung ist damit klar, dass wir die Präsenz-Gottesdienste erst einmal aussetzen. Wir vertrauen darauf, dass Gott uns in dieser Zeit begleitet und uns hilft, damit umzugehen. Wir wollen auf anderen Wegen miteinander in Kontakt bleiben, die Gottesdienste weiterhin als Video und Audio zur Verfügung stellen (Homepage und YouTube) , uns per Zoom oder Skype treffen, telefonieren und bei gutem Wetter mit Abstand im Freien spazieren gehen.

Wenn einem Schiff Echolot und Radar abhanden kommen, muss die Reise trotzdem weitergehen. Unter erhöhtem Risiko, mit vermehrter Achtsamkeit und Vorsicht, und gleichzeitig voller Vertrauen und Hoffnung, auch ans Ziel zu kommen – „Fahren auf Sicht“.

Ich wünsche uns allen, dass Gott, der uns beruft, mit seinem guten Geist gegenwärtig ist, uns ermutigt und behütet ! Ihnen und uns allen eine bewahrte Zeit !

Ihr Pastor Gerald Kunde

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