Gedanken im Monat September 2021

Vergebung

Wahrscheinlich sind wir alle der Meinung, daß jeder von uns im Verlauf seines Lebens Fehler macht. Zwangsläufig führt das zu der Überlegung, welche Bedeutung Vergebung in unserem Leben spielt. So schwer es vielleicht manchmal fällt, bin ich doch der Überzeugung, dass Vergebung eine Grundhaltung in unserem Leben sein muss. Und zwar in beiderlei Richtung: Ich möchte Vergebung erfahren – aber genauso auch Vergebung schenken, sei es im Kleinen oder Großen. Erst dann werde ich mein Leben als lebenswert und gelungen wahrnehmen.

Vergebung bedeutet, einen neuen, anderen Weg zum Nächsten zu finden, ist sozusagen Voraussetzung für einen gemeinsamen Neuanfang.

Als Gedankenanstoß für die neue Woche möchte ich Ihnen/Euch zehn Thesen der Luxemburger Kommission „Justitia et Pax“ mitgeben, überschrieben als „Wege zum Anderen“:

  1. Vergebung kann ein langer Prozess sein.
  2. Vergebung ist nicht von einem Geständnis abhängig.
  3. Vergebung erfordert keine übereinstimmende Auffassung von der Vergangenheit.
  4. Vergebung bedeutet, mein Recht auf Rache loszulassen.
  5. Vergebung bedeutet nicht Vergessen.
  6. Vergebung bedeutet, das Unrecht nicht immer wieder zur Sprache zu bringen.
  7. Vergebung bedeutet nicht, das Verhalten einer anderen Person zu entschuldigen.
  8. Vergebung bedarf vorab einer Entscheidung.
  9. Vergebung bedeutet nicht unbedingt, erneut zu vertrauen.
  10. Vergebung ist Voraussetzung für Neuanfang.

Ich wünsche allen eine gesegnete Zeit!

Jutta Rauen-Voßloh

Ein jüdisches Märchen als zweiter Impuls zum Thema „Vergebung“ :

Ein armer Jude stahl für seine Familie ein Brot. Er wurde ertappt und zum Tode verurteilt. Wie jeder verurteilte Vebrecher hatte er einen letzten Wunsch frei. Er sagte, da er nun sterben müsse, wolle er dem Sultan das Geheimnis vom Wunder-Samen anvertrauen, damit es nicht verloren gehe. Damit händigte er dem Sultan einige Samenkörner aus, die er in der Tasche seines Gewandes mit sich trug. Und er erklärte ihm Folgendes: „Über Nacht wächst aus dem Wunder-Samen ein Granatapfelbaum – allerdings nur, wenn ein Mensch, der noch nie etwas gestohlen hat, den Samen in die Erde legt.“

Der Sultan wies seinen Ratgeber an, es zu versuchen. Aber am nächsten Morgen war nichts aus der Erde gesprossen. Danach kam der Schatzmeister an die Reihe. Schließlich am dritten Tag legte der Sultan selbst ein Samenkorn in die Erde. Keinem der dreien gelang das Wunder – allesamt hatten sie in ihrem Leben schon einmal gestohlen.

Der Sultan schenkte daraufhin dem Juden sein Leben und sogar die Freiheit: „Ich sehe, dein größtes Geheimnis ist deine Weisheit. Daraus habe ich gelernt. Deine Schuld sei dir verziehen“.                    I.B.

Gottesdienste

Wir sind froh und dankbar, dass die Inzidenzwerte zurückgegangen sind. Und wir freuen uns, wieder persönlich und vor Ort gemeinsam Gottesdienst feiern zu können, wie gewohnt sonntags um 10:00 Uhr.

Wegen der Abstandsregeln können nur etwa 40 Personen teilnehmen. Darum bitten wir alle Interessierten, sich vorher im Gemeindebüro anzumelden:

0201 225077 oder

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FLUTKATASTROPHE

Auch Gemeinden aus dem Bund FeG hat es getroffen

Bund FeG ist Vollmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)

„Es ist ein historisches Ereignis, dass der Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) nach sieben Jahrzehnten Vollmitglied wird“, so Radu Constantin Miron, ACK-Vorsitzende und griechisch-orthodoxer Erzpriester. Am 24. März 2021 wurde der Bund FeG nach 72 Jahren Gaststatus offiziell als Vollmitglied in die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) aufgenommen.

Zum Beitrag ACK

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