Wochenspruch 20. September 2020

„Alle Sorge werfet auf ihn (Jesus); denn er sorgt für euch.“

(1. Petrus 5,7)

Eine ältere Dame betritt den Aufzug eines Wolkenkratzers. Sie will hinauf in das oberste Stockwerk. Es ist bereits später Nachmittag und man sieht ihr an, dass die Hitze des Tages sie müde gemacht hat. Ihr Schultern sind heruntergezogen von zwei schweren Paketen, die sie in ihren Händen trägt.

Die Fahrstuhlführerin, ein freundliches junges Mädchen, wendet sich an die Frau und sagt: „Meine Dame, Sie können Ihre Pakete ruhig abstellen.“

Etwas überrascht, aber dankbar und mit einem sichtbaren Zeichen der Erleichterung stellt sie die Pakete auf den Boden, während der Fahrstuhl nach oben fährt.

 

Ein schönes Bild, das – wie ich finde – gut zum Wochenspruch passt, nicht an unseren Lasten und Sorgen festzuhalten, sondern sie loszulassen.

Dabei gehören Sorgen zum menschlichen Leben dazu. Das hat mit Liebe und Verantwortung zu tun. Wer eine Familie hat, will, dass es ihr gutgeht. So kümmern sich Eltern um ihre Kinder und die erwachsenen Kinder um ihre alten Eltern. Ein Landwirt ist um seine Tiere besorgt und ein Gärtner um seine Blumen.

Und ist es nicht ganz menschlich, wenn ich mir Sorgen mache um meinen Arbeitsplatz, um die Zukunft, um die Kollegen? Oder um den Frieden in unserem Land und die Zukunft der Kirche?

Nun kann das Sorgen ein gefährliches Eigenleben entwickeln und mich gefangen nehmen, dass ich an nichts anderes mehr denke. Aus „ich kümmere mich“ wird „ich mache mir Sorgen“. Ich sehe die Katastrophe kommen und habe Angst, die Kontrolle zu verlieren und Schaden zu erleiden. Irgendwann komme ich an den Punkt, dass ich mich frage, wer in meinem Leben den Hut aufhat: mein Sorgen oder mein Vertrauen. Muss ich mir wirklich über tausend Dinge den Kopf zerbrechen oder vertraue ich mich der Fürsorge Gottes an?

 

Zwei Dinge haben mir weitergeholfen:

  1. Ich schaue mir meine Sorgen einmal genauer an. Vielleicht spreche ich mit einem lieben Menschen darüber oder ich schreibe sie auf und frage mich: „Was genau ist es eigentlich, was mir schlaflose Nächte bereitet? Was kann ich konkret tun und wo habe ich meine Grenzen?“
  2. Und dann schließe ich die Augen und rufe mir eine Grundentscheidung meines Lebens ins Bewusstsein: ich will Gott die Sorge für mein Leben zutrauen. Er kennt mein ganzes Leben, meine Geschichte, meine Stärken und meine Schwächen. Meine Schuld ist durch Jesus vergeben und er hat mir zugesagt, mich zu tragen, ich darf jeden Tag neu anfangen.

So ein Vertrauen ist für mich die Grundlage für alles Tun und Lassen. Damit gewinne ich Abstand von den Sorgen und tu, was ich tun kann, engagiere mich und setze Grenzen, achte auf meine Gesundheit und suche nach Wegen für ein gutes und sinnvolles Leben.

Um noch einmal mit dem Bild vom Anfang zu sprechen: wie wäre es, dies als Übung zusehen und immer wieder neu vertrauensvoll in den Fahrstuhl zu treten, die Pakete abzustellen und sich tragen zu lassen? Vielleicht kann so ein Gebet eine Hilfe sein:

Gott, ich vertraue mich dir an und deiner liebevollen Fürsorge an. Du liebst mich und weißt, was mir guttut und was ich brauche. Bei aller Verantwortung für mich und andere bitte ich dich: schenke mir Tatkraft und Gelassenheit und bewahre mich vor unnötiger Sorge.  Amen.

Ihr Pastor Gerald Kunde

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In einem zweiten Anlauf in Corona-Zeiten gibt es nun einen neuen Termin für die Einführung (Ordination):

Am Sonntag, dem 23. August wollen wir in einem festlichen Gottesdienst ihn und seine Frau Nicole offiziell begrüßen und ihn in sein Amt einführen. Pastor Matthias Knöppel, unser Bundessekretär, wird Gerald Kunde den Segen erteilen und auch die Predigt halten. Unter den Corona-Auflagen ist aus dem ursprünglich geplanten Einführungstag ein Fest von etwa zwei Stunden geworden:

Bitte meldet Euch / melden Sie sich bis spätestens zum 19.7. 2020 für die Pastoreneinführung an! Eine Anmeldung ist erforderlich!